#Eva

…zeigt die einzelnen Kapitel der Wiederaufnahme des Werkes der ehemaligen Pächterin des HAUS AM WEHRSTEG – Eva Vargas – in Werken von aktuellen KünstlerInnen verschiedener Gattungen.


In diesen künstlerischen Kapiteln wird die Arbeit der früheren Mieterin des Anwesens (1972-2010) kontinuierlich neu interpretiert und bearbeitet. Im Vertrauen auf die Kraft der Kunst und Künstler wird ihr Werk in Form eines Archivs aktuell aktiven und interdisziplinär ausgerichteten Kreativen zugänglich gemacht. Die einzelnen Teile (2014: Kapitel #I bis #IV erstellt durch die Lyriker Thomas Haider und Christian van Doorne sowie #V und #VI von SCHMOTT und Thomas Haider / Matthis Bacht) sind in Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und kunstpädagogischer Produkte integriert.

Klicken sie RECHTS AUF DIE SEITENLEISTE für einen Einblick in die jeweiligen Kapitel!


 // approach – Herangehensweise

Die Arbeit an den künstlerischen Kapiteln durch zeitgenössische Künstler (#Eva I – …) vollzieht sich in Verbindung mit aktuellen Ausstellungen auf Einladung des künstlerischen Pächters des HAUS AM WEHRSTEG, Matthis Bacht. Im Blick ist dabei stets die Verbindung mit thematischen Zielsetzungen der initierten Ausstellungen und Präsentationen. Dadurch ergibt sich eine Perspektive auf die Arbeiten und Neubearbeitungen des Archivs stets in Anbindung an den aktuellen Kunst-Diskurs. Eine Auseinandersetzung der eingeladenen KünstlerInnen mit den jeweiligen vorangegangenen Kapiteln kann ein interessanter Anstoß für die Verortung von Werken auf einer „inhaltlichen Landkarte“ sein. Interdisziplinäre Ansätze finden besondere Beachtung.

Das Archiv Eva Vargas ist Ausgangspunkt für sämtliche Kapitel. Dieses wird kontinuierlich ergänzt und bearbeitet – sie findet sich im Haus und kann auf Anfrage besichtigt werden. Auch neu erstellte Werke können zu einem Teil des Archivs werden damit wiederum Ausgangspunkt für Kapitel.

Die einzelnen Arbeiten sind jeweils kurz nach ihrer Erstellung und Präsentation im HAUS AM WEHRSTEG per „Click“ auf die rechte Leiste einsehbar. Dabei handelt es sich stets um neu erstellte Kunstwerke der eingeladenen Kreativen unter Nutzung von historischem „Material“ als Zitat im Sinne der Freiheit der Kunst.


// the archive and teaching of art – Archiv und Kunstpädagogik

Im März 2014 war ein kunstpädagogisches Projekt zu Tanz, Mode und Kostüm-Design im Rahmen einer Kooperation mit dem städtischen Theater und dem freien Unterwegstheater erstmals auch auf Vargas Spuren:

Simone Jakob damals in einer Rezension im MANNHEIMER MORGEN – „Eva Vargas hätte ihre Freude an den Entwürfen gehabt: Sie sind aus wiederverwertbaren Stoffen“ (in: Neues Leben im Alten Trafohaus)


// the person – Zur Person Eva Vargas

Eva Vargas, bürgerlich Eva Auderer (1930-2010), arbeitete viele Jahre lang im Haus am Wehrsteg. Sie war nicht die erste, aber die nachhaltigste Pächterin, die das Haus seiner heutigen – künstlerischen – Nutzung zuführte. Ihre Pacht wurde im Jahr 1972 noch festgehalten mit dem Zusatz „bis zum Zeitpunkt des Abrisses“ und schriftlich kommentiert  mit “(…) Hoffen wir nun bloß, dass der Bagger nicht gleich übermorgen kommt.“

Nach ihrem früheren beruflichen Werdegang als Wirtschafts-Journalistin war Vargas ab Mitte der 1960er Jahre künstlerisch als Autodidaktin in Heidelberg und Berlin aktiv. Ihr Werk bezieht neben Musik und Text (Gedichte) verschiedene Medien mit ein.